Kalender

 

 

Jul
21
So
Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen
Jul 21 ganztägig

„Gesundheit und Überleben gibt es nicht zum Nulltarif“

Mit diesem Thema wollen wir auf die stetige Ausdifferenzierung der Angebote kommunaler Suchthilfe aufmerksam machen, die seit vielen Jahren ohne eine entsprechende Aufstockung der Mittel erwartet wird. Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung  macht auf dieses Missverhältnis aufmerksam. Aufgrund der fehlenden Finanzierung für eine Aufstockung des Personals, finden in vielen Kommunen Projekte statt, die modellhaft durch Landes- oder Bundesmittel finanziert werden. Ohne die entsprechenden kommunalen Mittel werden z. B. dringend erforderliche Beratungs- und Testangebote für HIV und HCV nach dem Ende der Modellphase wieder eingestellt. Zudem gerät der dringend benötigte Ausbau eines ausdifferenzierten Hilfesystems vom niedrigschwelligen Angebot, über aufsuchende Angebote bis hin zu Beratungsangeboten für Konsument*innen von neuen psychoaktiven Substanzen sowie das Thema Chemsex ins Hintertreffen. Von wirklich neuen und innovativen
Angeboten wie z.B. Angebote des Drug Checking und Drogenkonsumräume ganz zu Schweigen.
Selbst dringend erforderliche Fortbildungsangebote für Mitarbeiter*innen können vielfach nur im beschränkten Umfang stattfinden.Grund hierfür ist unter anderem: Fehlende Mittel.

Gedenktag 2019 – Kommunale Suchthilfe im Fokus
Der diesjährige Gedenktag legt seinen Fokus daher auf die kommunale Suchthilfe, also auch ihre und eure Angebote und Einrichtungen. Der Gedenktag 2019 ist somit eine große Chance über bundesweite Veranstaltungen auf die Unterfinanzierung vieler Einrichtungen hinzuweisen. Die kommunale Suchthilfe benötigt seit Jahren eine Erhöhung ihrer Zuwendungen, um den gegenwärtigen Anforderungen mit hoher Fachlichkeit, Zeit und Empathie begegnen
zu können.
JES Bundesverband, DAH und Eltern

thumbnail of Gedenktag 2019_redFlyer 2019

Aug
31
Sa
Overdose awareness day @ Bundesweit
Aug 31 ganztägig

 

Am 31.8. gedenken Freunde, Angehörige und Selbsthilfeorganisationen der Opfer von Überdosierungen. Ihre Botschaft: Viele Drogentodesfälle lassen sich vermeiden. Die Mittel sind bekannt – was fehlt, ist der politische Wille.

 

Seit 2001 ist der 31. August all jenen Menschen gewidmet, die durch eine Überdosis ihr Leben verloren oder schwere Schäden erlitten. Der International Overdose Awareness Day, von der Managerin eines Spritzentauschprogramms der Heilsarmee in Melbourne ins Leben gerufen, soll aber zugleich auch die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit einer besseren Prävention sensibilisieren.

Die Mittel, um Drogentodesfälle zu vermeiden, sind bekannt, häufig fehlt es aber an der Unterstützung der Politik und auch des Gesundheitssystems:

 

1. Drug-Checking

Wer Heroin, Kokain oder andere Drogen kauft, kennt in der Regel ihren Reinheitsgrad nicht und weiß nicht, ob Substanzen beigemischt sind (und wenn ja, welche und in welcher Dosierung). Das erhöht das Risiko gefährlicher Wechselwirkungen und von Überdosierungen. Wenn illegal erworbene Substanzen auf ihre Inhaltstoffe und deren Gehalt getestet werden, zum Beispiel in Konsumräumen, Drogenberatungsstellen oder mittels mobiler Drug-Checking-Projekte, kann der potenzielle Gebraucher Vergiftungen, Überdosierungen und unerwünschte Effekte vermeiden und sich gegebenenfalls gegen den Konsum dieser Substanz zu entscheiden.

 

2. Konsumräume

Drogenkonsumräume,  bieten Drogengebrauchern einen enormen Schutz: Weil sie dort unter hygienischen Bedingungen und medizinischer Begleitung konsumieren können, sind Infektionen mit HIV und Hepatitis fast ausgeschlossen, und im Krisenfall kann umgehend geholfen werden. Darüber hinaus bieten Druckräume Möglichkeiten, um mit Drogenkonsumenten ins Gespräch zu kommen, ihnen Beratung und medizinische Hilfe bis hin zu Impfungen und HIV- bzw. Hepatitis-Tests anbieten zu können. Leider gibt es Drogenkonsumräume nur im 7 von 16 Bundesländern. www.drogenkonsumraum.net

3. Naloxon

Naloxon wird als Gegenmittel bei Atemlähmung oder stark herabgesetzter Atmung durch eine Opioidüberdosis eingesetzt. Seit September 2018 steht ein Nasenspray zur Verfügung.  Alle Substituierten und Opiatkonsumenten können“Nyxoid“, so der Handelsname, über ein Rezept kostenfrei erlangen.

In Deutschland gibt es aktuell 2 Modellprojekte in Bayern und dem Saarland. Wir stehen aber vor dem großen Problem, dass es kein nationales Programm gibt, in dem Trainr_innen ausgebildet werden und vorallem aktive Konsument_innen zur Anwendung geschult werden und Nyxoid dann auch erhalten.

In diesem Jahr wird es erstmals in Deutschland verschiedene Aktionen in Kooperation mit niedrigschwelligen Anlaufstellen. Hierzu soll in en Enrichtungen an diesem Tag über Überdosierungen und schnelle Hilfen informiert werden. Mehr dazu in wenigen Wochen hier.

https://www.overdoseday.com/

Sep
27
Fr
30 Jahre JES Netzwerk
Sep 27 – Sep 28 ganztägig

30 Jahre JES Netzwerk und 15 Jahre JES Landesverband NRW- das muss gefeiert werden.

Mit einem großen Fachtag, am 27. September in Köln, wollen wir dieses einzigartige Jubiläum gemeinsam mit unseren Freund*innen und Begleiter*innen begehen.

Hierzu laden wir alle herzlich zur kostenfreien Teilnahme zum Fachtag ein.

Für JES Mitglieder und JES Gruppen übernehmen wir die Reise- und Übernachtungskosten. Im Anschluss an den Fachtag werden wir unser 30-jähriges Bestehen mit einer großen Party feiern.

Am 28. September wird dann unsere Mitgliederversammlung stattfinden.

Alle weiteren Infos erhaltet ihr in den nächsten Wochen!

Dez
1
So
Welt-AIDS-Tag
Dez 1 ganztägig
Welt-AIDS-Tag

Der Welt-AIDS-Tag wurde erstmals 1988 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen und von Anfang an unter ein besonderes Motto, an dem sich die Aktivitäten der AIDS-Organisationen in den verschiedenen Ländern orientieren können, gestellt. Seit 1996 wird der Welt-AIDS-Tag von der UNAIDS organisiert.

Rund um den Globus erinnern am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, AIDS-Kranken und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen. Der Welt-AIDS-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Massenmedien, Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit wie auch in Europa und Deutschland – daran zu erinnern, dass die HIV-/AIDS-Pandemie weiter besteht.