Kalender

 

 

Mai
7
Fr
Engagement in der Drogenselbsthilfe JES – JES Neueinsteiger*innen @ Jugendherberge Köln Riehl
Mai 7 um 17:00 – Mai 9 um 14:00

Du möchtest dich bei JES, dem Netzwerk von Junkies, Ehemaligen und Substituierten engagieren, weißt aber gar nicht, wie eine Mitarbeit aussehen kann? Oder du bist gerade erst in die Drogenselbsthilfe eingestiegen, hast aber noch nicht herausgefunden, welcher Aufgabenbereich dir besonders liegt? Vielleicht interessiert dich auch einfach nur, wer JES ist und was JES macht.

Teil 1 unseres zweiteiligen Seminars gibt einen Überblick über das JES-Netzwerk, die JES-Gruppen und ihre Arbeitsfelder. Anhand der Frage „Was erwarte ich von JES, und was erwartet JES von mir?“ klären wir die Voraussetzungen für eine Mitarbeit. Außerdem wird Grundwissen zur Geschichte und zur gesundheits- und drogenpolitischen Arbeit von JES vermittelt. Das Seminar will dir dabei helfen, deine Fähigkeiten und Interessen im Hinblick auf ein Engagement bei JES einzuschätzen.

2. Teil

In Teil 2 sollen eure Erfahrungen der letzten Monate im Mittelpunkt stehen: Wie ist es euch als Neue in einer JES-Gruppe ergangen? Falls ihr eine Gruppe gegründet habt: Ist es euch gelungen, Mitstreiter_innen zu finden? Falls ja: Wie steht es um ihre Motivation, engagiert mitzuarbeiten? Wir sind gespannt auf eure positiven wie auch negativen Erlebnisse, die wir anschließend diskutieren wollen.

 

Jul
21
Mi
Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen
Jul 21 ganztägig
Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen

Thema folgt

 

Aug
31
Di
Overdose awareness day @ Bundesweit
Aug 31 ganztägig

 

Am 31.8. gedenken Freunde, Angehörige und Selbsthilfeorganisationen der Opfer von Überdosierungen. Ihre Botschaft: Viele Drogentodesfälle lassen sich vermeiden. Die Mittel sind bekannt – was fehlt, ist der politische Wille.

 

Seit 2001 ist der 31. August all jenen Menschen gewidmet, die durch eine Überdosis ihr Leben verloren oder schwere Schäden erlitten. Der International Overdose Awareness Day, von der Managerin eines Spritzentauschprogramms der Heilsarmee in Melbourne ins Leben gerufen, soll aber zugleich auch die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit einer besseren Prävention sensibilisieren.

Die Mittel, um Drogentodesfälle zu vermeiden, sind bekannt, häufig fehlt es aber an der Unterstützung der Politik und auch des Gesundheitssystems:

 

1. Drug-Checking

Wer Heroin, Kokain oder andere Drogen kauft, kennt in der Regel ihren Reinheitsgrad nicht und weiß nicht, ob Substanzen beigemischt sind (und wenn ja, welche und in welcher Dosierung). Das erhöht das Risiko gefährlicher Wechselwirkungen und von Überdosierungen. Wenn illegal erworbene Substanzen auf ihre Inhaltstoffe und deren Gehalt getestet werden, zum Beispiel in Konsumräumen, Drogenberatungsstellen oder mittels mobiler Drug-Checking-Projekte, kann der potenzielle Gebraucher Vergiftungen, Überdosierungen und unerwünschte Effekte vermeiden und sich gegebenenfalls gegen den Konsum dieser Substanz zu entscheiden.

 

2. Konsumräume

Drogenkonsumräume,  bieten Drogengebrauchern einen enormen Schutz: Weil sie dort unter hygienischen Bedingungen und medizinischer Begleitung konsumieren können, sind Infektionen mit HIV und Hepatitis fast ausgeschlossen, und im Krisenfall kann umgehend geholfen werden. Darüber hinaus bieten Druckräume Möglichkeiten, um mit Drogenkonsumenten ins Gespräch zu kommen, ihnen Beratung und medizinische Hilfe bis hin zu Impfungen und HIV- bzw. Hepatitis-Tests anbieten zu können. Leider gibt es Drogenkonsumräume nur im 7 von 16 Bundesländern. www.drogenkonsumraum.net

3. Naloxon

Naloxon wird als Gegenmittel bei Atemlähmung oder stark herabgesetzter Atmung durch eine Opioidüberdosis eingesetzt. Seit September 2018 steht ein Nasenspray zur Verfügung.  Alle Substituierten und Opiatkonsumenten können“Nyxoid“, so der Handelsname, über ein Rezept kostenfrei erlangen.

In Deutschland gibt es aktuell 2 Modellprojekte in Bayern und dem Saarland. Wir stehen aber vor dem großen Problem, dass es kein nationales Programm gibt, in dem Trainr_innen ausgebildet werden und vorallem aktive Konsument_innen zur Anwendung geschult werden und Nyxoid dann auch erhalten.

https://www.overdoseday.com/