SAFER USE -RAUCHEN STATT SPRITZEN

Obwohl der intravenöse Konsum von Heroin in Deutschland die weitverbreiteste Konsumform ist, entschließen sich immer mehr Heroinkonsumenten dazu ihr Heroin zu rauchen.

Der inhalative Konsum von Heroin bietet viele Vorteile gegenüber dem iv Konsum

- keine Gefahr einer Überdosierung, selbst bei unerwartet hohem Reinheitsgehalt des Heroins

- keine Gefahr von HIV- und Hepatitisinfektionen ( wenn man sein eigenes Röhrchen benutzt)

- keine Abszesse oder Venenvernarbungen

- keine "Shakes" durch giftige Substanzen oder Bakterien

Hier findet ihr einen neuen Flyer der Deutschen AIDS Hilfe, der euch anhand von 6 Bildern einige Infos zur Technik des Folierauchens gibt. Bilder 1-3 Bilder 4-6

HIV UND HEPATITIS – EIN THEMA FÜR DROGENGEBRAUCHERINNEN

HIV und HEP? Ein Test schafft Klarheit.

BEACHTET DIE NEUEN MEDIEN ZUM THEMA TESTUNG UND IMPFUNG

Durch ein vielfältiges und vielfach bedarfsgerechtes Hilfesystem infizieren sich heute viel weniger Drogengebraucher mit dem HI Virus als noch vor 10 Jahren. Eine fast flächendeckende Vergabe von Spritzen, Nadeln und Zubehör, Drogenkonsumräume und die Tatsache das Drogengebraucher heute mehr zielgruppenspezifische Informationen erhalten haben zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen.

Leider haben all diese Verbesserungen nicht ausgereicht um DrogengebraucherInnen vor dem Hepatitis C Virus zu schützen. Je nach untersuchter Gruppe sind 50 -90% der intravenös Konsumierenden HCV Infiziert. In ca. 80% der Fälle wird die HCV Infektion chronisch.

Seit der Gründung im Jahr 1989 stellt die Information über HIV/HEP respektive die Vermeidung von Infektionen ein Hauptanliegen unserer Arbeit dar.

Dort wo HIV oder Hepatitis Infektionen nicht verhindert werden konnten gilt es Drogengebrauchern einen niedrigschwelligen Zugang zu den heute verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. So ist es durch die Unterstützung von JES gelungen, dass die Substitutionsbehandlung heute kein Ausschlussgrund für eine Interferonbehandlung darstellt und selbst aktive Konsumenten im Einzelfall behandelt werden.

Nachfolgend findet ihr die wichtigsten Informationen zum Thema Schutz und Behandlung bei HIV und Hepatitis C.

Durch eine Kooperation mit der Deutschen Aids Hilfe ist JES auch an der Konzeption von Informations- und Präventionsmaterialien beteiligt, die euch viele wichtige Infos bieten können.

JES zum Thema HIV


In Deutschland sind zwischen 5- 10% der Drogenkonsumenten die intravenös konsumieren von einer HIV Infektion betroffen. Aktuell leben etwa 8000 Drogengebraucher mit einer HIV Infektion Glücklicher weise ist der HI Virus (HIV) viel schwerer Übertragbar als z.B. der Hepatitis C Virus.

Die Ausbreitung von HIV in der Gruppe der Drogengebraucher sowie die gesellschaftliche Stigmatisierung von Usern war für die Deutsche AIDS- Hilfe in den 80ger Jahren einer der Hauptgründe Infoveranstaltungen für von HIV betroffene Drogengebraucher anzubieten und so den Erfahrungsaustausch zu unterstützen.

JES hat sich bereits sehr früh für differenzierte Präventionsangebote zur Vermeidung von HIV stark gemacht. Heute ist das Thema HIV etwas in den Hintergrund gerückt.
Neben der Vermeidung von Neuinfektionen kommt der Behandlung von HIV infizierten Drogengebrauchern ein zentraler Stellenwert zu.

Die so genannten antiretroviralen Therapien (ART) haben sich in den letzten 15 Jahren enorm weiterentwickelt. Unser Ziel ist, dass alle HIV infizierten Drogengebraucher einen Zugang zur HIV Therapie erhalten und von dieser Behandlung profitieren zu können.

Die Modellprojekte zur Heroingestützten Behandlungen haben gezeigt, dass immer noch viele HIV infizierte Drogenkonsumenten keine ART erhalten, aber durchaus den Wunsch haben behandelt zu werden.

Eines der Anliegen von JES ist es daher, dass z.B. Substituierte zum  Beginn der Behandlung auf HIV und Hepatitis getestet werden. Denn nur wer von seiner Infektion weiß, kann eine Behandlung anstreben und seine Gesundheit erhalten.

Wer mehr Infos zum Thema HIV erhalten möchte sollte einen Blick auf die Seite der Deutschen AIDS-Hilfe werden www.aidshilfe.de

Dort findet ihr alles rund um HIV, Hepatitis und anderen durch Blut übertragbare Erkrankungen. Darüber hinaus könnt ihr dort auch Broschüren, Poster und andere Medien kostenfrei bestellen.

www.aidshilfe.de

JES zum Thema Hepatitis

Zwischen 50-90% der Drogenkonsumenten die intravenös konsumieren sind von einer Hepatitis C Infektion betroffen. Wir wissen, dass der HC Virus (HCV) langlebiger und wesentlich leichter übertragbar ist als beispielsweise der HI Virus (HIV).

JES hat sich bereits sehr früh für differenzierte Präventionsangebote zur Vermeidung einer HCV stark gemacht. Die heute existierende Bandbreite von unterschiedlichen Medien wie Broschüren, Postern sowie von Fortbildungsveranstaltungen ist auch auf das Engagement von JES zurückzuführen.

Neben der Vermeidung von Neuinfektionen kommt der Behandlung von HCV Infektionen ein zentraler Stellenwert zu. Leider werden derzeit nur ca. 10% der HCV infizierten DrogengebraucherInnen behandelt. JES wirbt daher dafür, dass mehr Suchtmediziner die in der Substitutionsbehandlung tätig sind ihren Patienten eine Interferonbehandlung offerieren. Auch wir wissen, dass dies eine sehr anspruchsvolle Behandlung ist. Vor dem Hintergrund fast stetig ansteigender Erfolgsquoten in der Behandlung von chronischen Hepatitis C Infektionen ist sie oftmals alternativlos.

Eines der zentralen Anliegen von JES ist es daher das Wissen über die Hepatitis C Infektion zu erhöhen und die Gefährlichkeit dieser vielfach symptomlos verlaufenden Infektion zu informieren. Hierbei richten wir den Fokus sowohl auf betroffene DrogengebraucherInnen, Substituierte und MitarbeiterInnen in Aids- und Drogenhilfen als auch auf Ärzte.

Um unsere Ziele zu erreichen ist JES Mitglied im „Aktionsbündnis Hepatitis“ www.hepatitiscfachtag.org, das seit 2004 maßgeblich zur Verbreitung  von Informationen via Medien oder Veranstaltungen beiträgt und den fachlichen Austausch von Medizin und Sozialarbeit fördert.

Für die nahe Zukunft wird es für uns darum gehen die Bundesregierung dazu zu bewegen einen Aktionsplan Hepatitis  aufzulegen, der analog wie der Aktionsplan HIV/AIDS Defizite benennt, Schritte zur Beseitigung dieser Defizite formuliert und Strategien zur strukturellen Prävention abbildet.

http://www.vision-ev.de/infos/broschuere/

Der neue HIV REPORT der Deutschen AIDS Hilfe bringt uns in Sachen - neue Behandlungsmöglichkeiten von Genotyp 1 Patienten auf den aktuellen stand.

HIV REPORT DAH 2011