100.000 Substituierte

Drogenbeauftragte der Bundesregierung unterstützt „100000 Substituierte bis 2022“

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Die ersten beiden neuen Medien der Kampagne 100000 Substituierte bis 2022

Der JES Bundesverband hat im Rahmen seiner Mitwirkung an der Kampagne zwei neue Medien veröffentlicht

Mit der Broschüre „Substitution es gibt viele Neues“ informieren wir substituierte Frauen und Männer, über die Veränderungen Subthumbnail of Broschüre JES_Substituiertestitutionsbehandlung.Gerade in den letzten Jahren haben sich die Bedingungen und Richtlinien
der Behandlung im Sinne der Patienten verändert.
Wir glauben, dass diese verbesserten Rahmenbedingungen und Behandlungsziele sowie eine Vielzahl von Medikamenten die Behandlung individueller und damit lohnender machen.

 

 

Mit dieser Broschüre „Heroin ist Teil deiner Geschichte…..“ informieren wir Heroinkonsumenten sowie Frauen und Männer, dithumbnail of Broschüre JES_Opioidkonsumentene neben Heroin auch andere Substanzen wie Kokain, Crack, Cannabis oder Alkohol konsumieren, über die
Substitutionsbehandlung.Gerade in den letzten Jahren haben sich die Bedingungen und Richtlinien
der Behandlung im Sinne der Patienten verändert.
Wir glauben, dass diese verbesserten Rahmenbedingungen und Behandlungsziele sowie eine Vielzahl von Medikamenten die Behandlung individueller und damit lohnender machen.

 

 

Beide Broschüren können im Medienshop kostenfrei bestellt werden


JES, Deutsche Aidshilfe und akzept und starten Kampagne „100.000 Substituierte bis 2022“

Mit der Kampagne „100.000 Substituierte bis 2022“ wollen wir  gemeinsam dazu beitragen, die Substitution zu stärken. Das Ziel ist, dass bis 2022 mindestens 60 Prozent der Opioidabhängigen behandelt werden

Kaum die Hälfte der 165.000 Opioidabhängigen in Deutschland erhält derzeit eine Substitutionsbehandlung. Die Behandlung trägt zur gesundheitlichen Stabilisierung bei, ermöglicht Teilhabe am sozialen Leben und verhindert drogenbedingte Todesfälle. In vielen anderen europäischen Ländern ist die Behandlungsquote höher als in Deutschland – in Frankreich, Spanien und Norwegen z. B. liegt sie bei etwa 85 Prozent.

Substitution stärken – gemeinsam mit allen Akteur_innen

Erreicht werden soll das Etappenziel gemeinsam mit Drogenhilfeeinrichtungen, Multiplikator_innen der Selbsthilfe und der Ärzteschaft, aber auch mit Unterstützung der Politik.

Start der Kampagne war der 31. August 2020, dem International Overdose Awareness Day. An diesem Tag stehen weltweit Opioid-Überdosierungen und die damit verbundenen vermeidbaren Todesfälle sowie Gegenmaßnahmen wie die Substitution, Drogenkonsumräume, die Prüfung von Drogen auf Inhaltsstoffe und -mengen und die Gabe des Gegenmittels Naloxon im Zentrum.

100.000 Substituierte bis 2022: Die Chancen stehen gut

Die Chancen, das Kampagnenziel tatsächlich zu erreichen, stehen gut: Durch die Corona-Pandemie hat sich die Bereitschaft für eine Substitutionstherapie bei Heroinkonsument_innen erhöht. Zugleich haben sich die ärztlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Behandlung deutlich verbessert

Aktionen auf verschiedenen Ebenen für verschiedene Zielgruppen

Die Kampagne 100000 Substituierte bis 2022 lebt von Aktionen auf verschiedenen Ebenen für verschiedene Zielgruppen und Akteure

Konsument_innen

Die Kampagne wendet sich direkt an Heroinkonsument_innen über zielgruppenspezifische Medien um über die „neue Substitution“ zu informieren. So wurde bereits zum Kampagnenauftakt eine Kurzinformation vorgestellt, die über die Aids und Drogenhilfe direkt an Konsument_innen verteilt wurde.

Bis zum Ende des Jahres wird eine eine kleine Serie von Videos geben bei denen substituierte Frauen und Männer über ihre Beweggründe und positiven Erfahrungen mit der Substitutionsbehandlung berichten.

Ärzt_innen

Auch Ärzt_innen sollen sich mit Kurzvideos an andere Mediziner_innen wenden und über die Substitution informieren und zur Mitarbeit motivieren.

Über die Vorstellung der Kampagne auf Kongressen und Konferenzen, wie dem Suchtkongress in Berlin und München sollen Mediziner_innen verwandter Fachrichtungen wie z.B. HIV-Schwerpunkteärzte, Hepatologen und Gastroenterologen erreicht werden.

Mitarbeiter_innen im Hilfesystem

Mittels Newslettern, der Nationalen Substitutionskonferenz (NASUKO) sowie Onlinemedien sollen Mitarbeiter_innen in Aids- und Drogenhilfen für die Substitutionsbehandlung sensibilisiert werden. Es gilt in der Beratung aber auch mittels Kurzinterventionen die Veränderungen der Behandlungsform zu vermitteln um Drogengebraucher_innen bis zum Behandlungsbeginn zu begleiten

Fachpublikationen

Die Kampagne und ihre Ziele sollen durch Fachpublikationen in Wissenschafts- und Praxisjournalen transportiert werden.

Gesundheitspolitische Arbeit

Selbstverständlich soll im Rahmen der Kampagne auch eine fortwährende Arbeit an der Veränderung der Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung mitgewirkt werden. Konkret wird es 2021 eine Initiative zur Veränderung der Richtlinien der BtmVV zur Diamorphinbehandlung geben.