Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen

„Gesundheit und Überleben gibt es nicht zum Nulltarif“

Mit diesem Thema wollen wir auf die stetige Ausdifferenzierung der Angebote kommunaler Suchthilfe aufmerksam machen, die seit vielen Jahren ohne eine entsprechende Aufstockung der Mittel erwartet wird. Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung  macht auf dieses Missverhältnis aufmerksam. Aufgrund der fehlenden Finanzierung für eine Aufstockung des Personals, finden in vielen Kommunen Projekte statt, die modellhaft durch Landes- oder Bundesmittel finanziert werden. Ohne die entsprechenden kommunalen Mittel werden z. B. dringend erforderliche Beratungs- und Testangebote für HIV und HCV nach dem Ende der Modellphase wieder eingestellt. Zudem gerät der dringend benötigte Ausbau eines ausdifferenzierten Hilfesystems vom niedrigschwelligen Angebot, über aufsuchende Angebote bis hin zu Beratungsangeboten für Konsument*innen von neuen psychoaktiven Substanzen sowie das Thema Chemsex ins Hintertreffen. Von wirklich neuen und innovativen
Angeboten wie z.B. Angebote des Drug Checking und Drogenkonsumräume ganz zu Schweigen.
Selbst dringend erforderliche Fortbildungsangebote für Mitarbeiter*innen können vielfach nur im beschränkten Umfang stattfinden.Grund hierfür ist unter anderem: Fehlende Mittel.

Gedenktag 2019 – Kommunale Suchthilfe im Fokus
Der diesjährige Gedenktag legt seinen Fokus daher auf die kommunale Suchthilfe, also auch ihre und eure Angebote und Einrichtungen. Der Gedenktag 2019 ist somit eine große Chance über bundesweite Veranstaltungen auf die Unterfinanzierung vieler Einrichtungen hinzuweisen. Die kommunale Suchthilfe benötigt seit Jahren eine Erhöhung ihrer Zuwendungen, um den gegenwärtigen Anforderungen mit hoher Fachlichkeit, Zeit und Empathie begegnen
zu können.
JES Bundesverband, DAH und Eltern

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