
| Name: | Marco Jesse |
| Stadt/Gruppe: | VISION e.V. - Verein für innovative Drogenselbsthilfe / Köln |
| Beruf/Tätigkeit: | Geschäftsführer bei VISION e.V. |
| Mitarbeit bei JES: | seit 1996 |
Gründe des Engagements
JES gibt mir die Möglichkeit, drogenpolitisch für meine Interessen einzutreten. Als ein Teil eines bundesweiten Netzwerks von Junkies, Ehemalige & Substituierten bedeutet mir die gegenseitige Unterstützung und Solidarität sehr viel. Im Laufe der Jahre habe ich hier auch Freunde gefunden.
Die Akzeptanz von Drogengebrauch und das einzigartige Umgehen mit dem Konsum illegalisierter Substanzen haben mir die Gelegenheit gegeben, mich auch persönlich weiterzuentwickeln.
| Name: | Mathias Häde |
| Stadt/Gruppe: | JES Bielefeld |
| Beruf/Tätigkeit: | Webdesigner |
| Mitarbeit bei JES: | seit 1991 |
Gründe des Engagements
Als sich zu Beginn der 90er Jahre der Kampf und die Diskussion um die flächendeckende Substitution mit Metha/Pola in Deutschland gerade auf ihrem Höhepunkt befand, entschied ich mich spontan, bei der damals gerade gegründeten Initiative "JES Bielefeld" mitzuwirken.
Diese Situation hinsichtlich der Substitutionsbehandlung sich in den nun fast 20 Jahren meines Mitwirkens im JES-Netzwerk zum Glück grundsätzlich positiv verändert. Nicht zuletzt geschah dies durch den Einfluss und die Stimme von JES.
Heute ist es die Heroinvergabe, die wir als weitere Option im Kanon der Substitutionsmittel gern fest und flächendeckend verankert sähen und um die wir kämpfen.
Andere Beweggründe, die mich seinerzeit bewogen hatten, bei JES mitzumachen, haben sich in diesen zwei Dekaden hingegen kaum erkennbar zum Positiven verändert.
So haftet "dem Junkie" noch immer der Ruf des Paria, also des Unberührbaren an, und es existieren noch immer deutlich zu wenige Anlaufstellen und Treffpunkte für diese Menschen.
Der Kampf von JES ist für mich also primär der Kampf um mehr Lebensqualität und Gerechtigkeit für (ehemalige) Drogengebraucher. Und da gibt es für uns auch heute noch sehr viel zu tun!
| Name: | Jochen Lenz |
| Stadt/Gruppe: | VISION e.V., ehemals Junkie Bund Köln e.V. |
| Beruf/Tätigkeit: | Sozialpädagoge |
| Mitarbeit bei JES: | seit 2004 |
Gründe des Engagements
1992 kam ich zum ersten Mal mit Drogenpolitik in Kontakt und gründete mit Menschen aus ganz Deutschland den H.A.N.F.e.V. und war dort im Vorstand tätig. Der Kontakt mit Bernd Lemke, verstorbener Geschäftsführer des Junkie Bund Köln e.V. (JBK), heute VISION e.V., hat mich sehr geprägt, den ich als unermüdlicher Kämpfer für die Rechte von Drogengebrauchern erleben habe. Er hat mich auf mein erstes JES-Seminar mitgenommen und mich dazu gebracht Vorstandsmitglied im Junkie Bund zu werden. Ich möchte dazu beitragen bundespolitische Themen stärker voranzubringen in Hinsicht auf eine menschliche Drogenpolitik abseits von Verboten und Verfolgung.
| Name: | Claudia Schieren |
| Stadt/Gruppe: | JES Berlin |
| Beruf/Tätigkeit: | Sozialbetreuerin |
| Mitarbeit bei JES: | seit 1993 |
Gründe des Engagements
Am Anfang war es glatter Eigennutz- ich wollte so bequem wie möglich meine Arbeitsstunden ableisten. Mit der Zeit wurde daraus echtes Interesse und Spaß an dem was ich tat. Heute nutze ich mein Engagement, um zumindest einen kleinen Teil zur Verbesserung der Situation drogengebrauchender Menschen dazu zutun. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass ich viele Leute kennengelernt habe,die ich mag und sogar einige Freunde gefunden habe, die ich nicht mehr missen möchte.
| Name: | Katrin Heinze |
| Stadt/Gruppe: | JES Halle |
| Beruf/Tätigkeit: | Suchtkrankenhelferin |
| Mitarbeit bei JES: | seit 2005 |
Gründe des Engagements
Mir es ist wichtig das wir als Drogengebraucher, Ehemalige und Substituierte einander unterstützen und für Verbesserungen kämpfen von denen wir selbst und andere profitieren Hierfür ist JES der geeignete Verband.