JES ZUM THEMA SUBSTITUTION

Substitution? Aber sicher.

NEUE MEDIEN FÜR ÄRZTE UND BERATUNGSTELLEN ZUR SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG

BROSCHÜRE ZUM THEMA "LAGERUNG VON SUBSTITUTEN IM HAUSHALT"

Seit der Gründung des JES Netzwerks im Jahr 1989 steht die Behandlung von Heroinkonsumenten durch Substitution im Mittelpunkt unserer Arbeit. Auch wenn mittlerweile mehr als 20 Jahre vergangen sind, haben sich unsere Forderungen, Ziele und Haltungen zum Thema „Substitution“ nicht maßgeblich verändert.

Die Substitutionsbehandlung ist für JES wahrscheinlich das wirksamste Mittel zur Prävention von Infektionen wie HIV/Hepatitis und bietet die Basis für die gesundheitliche und soziale Stabilisierung Drogen gebrauchender Menschen.

Um diese Potentiale auch möglichst vielen Heroinkonsumenten zur Verfügung stellen zu können, ist es seit jeher unser Ziel die Zugänge zur Substitution möglichst niedrigschwellig zu halten. Das heißt, dass  allein der Konsum von Heroin als Zugang zu dieser Behandlungsform ausreichen muss.

Wie bei anderen medikamentösen Behandlungen auch, gilt es mit einer möglichst vielfältigen Palette von Medikamenten eine möglichst zielgenaue und individuelle Behandlung zu ermöglichen. Neben dem Erhalt der Substanz Codein stehen wir auch für die Zulassung von retadierten Morphinen sowie den Einsatz von Diamorphin.

Seit jeher ist die Substitutionsbehandlung in ein enges Regelwerk eingebunden und mit dem Strafrecht verknüpft. Der Ausbau der ärztlichen Therapiefreiheit sowie die zwangsläufig damit verbundene Loslösung vom Strafrecht, ist eine der zentralen Forderungen von JES. Mit diesem Schritt wird sich unserer Meinung nach die Möglichkeit bieten, mehr Ärzte für diese wichtige Behandlungsform zu motivieren und das Stadt-Land Gefälle von Substitutionsärzten zu beheben.

Die Freiwilligkeit eines Angebots stellt für uns die Grundlage dar, damit diese Angebote auch von Drogengebrauchern wahrgenommen werden. Die bisher praktizierte zwangsweise Verknüpfung der medizinischen Behandlung mit psychosozialen Angeboten, ist für JES nicht sinnvoll und hinnehmbar.

Aktuelle Richtlinien zur Substitution

Richtlinien des Bundesausschusses Ärzte und Krankenkassen (GBA), die maßgebend sind, damit die Substitution zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden kann. Diese Richtlinien enthalten nun auch Verfahrensweisen für die Substitution mit Diamorphin.

[ Richtlinien Substitution MVV (PDF) ]

Hier die im März 2010 novellierten Richtlinien der Bundesärztekammer die den aktuellen Stand der Wissenschaft abbilden.

[ Richtlinien Substitution Bundesärztekammer 2010 (PDF) ]

Die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) definiert die Voraussetzungen, unter denen der Arzt Patienten mit zugelassenen Substitutionsmitteln behandeln darf.

[ Betäubungsmittel Verschreibungsverordnung (PDF) ]