JES zum Thema Strafvollzug

Wir könnten es kurz und bündig auf einen Satz bringen – „ Drogengebraucher, die wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz inhaftiert sind und keine fremden Rechtsgüter (Personen und Sachen) geschädigt haben gehören nicht in den Knast“.

Die Realität allerdings erfordert von JES eine detailliertere Auseinandersetzung mit dem Thema „Menschen in Haft“. JES versucht der Fachöffentlichkeit und politisch Verantwortlichen die Situation von Drogenkonsumenten in Haft näherzubringen. Geht man davon aus, dass zwischen 20-40% aller Inhaftierten Drogenkonsumenten sind und ihren Konsum in Haft fortsetzen hat der Staat, der für die Unversehrtheit der Gefangenen verantwortlich ist , die Pflicht entsprechende Präventionsangebote  wie z.B die Substitution und Spritzenvergabe vorzuhalten. Das Ziel von JES ist es daher, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, dass  dem Wert „Gesundheit“ in Haft  eine größere Bedeutung beigemessen wird. Das heißt u.a. dass dort jene Angebote die sich außerhalb von Haft als erfolgreich erwiesen haben vorgehalten werden müssen. Hierzu gehört auch die Behandlung von Infektionen wie HIV und Hepatitis nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft.

www.gesundinhaft.eu

Broschüren zum Download (PDF)