JES ZUM THEMA LEGALISIERUNG

Das Streben nach einer menschenwürdigen und wirksamen Drogenpolitik war der entscheidende Beweggrund für die Gründung von JES im Jahr 1989 und steht auch heute- mehr als 20 Jahre später- im Mittelpunkt unseres Engagements.

Viele von uns haben die Folgen einer Verfehlten und von Ideologien geprägten Drogenpolitik am eigenen Leib erfahren. Wir wurden und werden kriminalisiert, verfolgt und inhaftiert.

Die gesellschaftliche Ausgrenzung und Stigmatisierung ist für uns ebenso kränkend und wie gesundheitlichen Schädigungen durch gestreckte Schwarzmarktsubstanzen und unhygienische Konsumbedingungen.

Trotz wahrnehmbarer und wirksamer Veränderungen durch die Anerkennung akzeptierender und niedrigschwelliger Angebote, die nicht das Überleben und die Vermeidung weiterer Schädigungen zum Ziel haben, sehen wir weiterhin grundsätzliche Handlungsbedarfe.

JES fordert daher eine grundsätzliche Neuorientierung der Drogenpolitik. Hierbei ist es unser Ziel, dass der Staat über eine Legalisierung endlich die Kontrolle über den Konsum illegalisierter Drogen gewinnt, wie er dies seit vielen Jahren beim Alkohol tut.

Unter Beachtung des Jugend- und Verbraucherschutzes sollen bisher illegale Substanzen z.B in Drogenfachgeschäften mit einer verbindlichen Beratung verkauft werden können.  Der Staat muss die Voraussetzungen schaffen, dass jene Menschen die Drogen konsumieren wollen dies möglichst informiert und mündig tun.

Mit dem hier kurz beschriebenen Weg wird auch dem Drogenhandel entgegengewirkt und der heute dominierenden organisierten Kriminalität das Heft des Handels in diesem Feld aus der Hand genommen.

Wir wissen, dass es auch weiterhin Menschen geben wird die mißbräuchlich und abhängig konsumieren und sich die Anzahl der Drogenkonsumenten  wohl nicht maßgeblich verringern wird. Allerdings will JES dafür sogen, das Drogenkonsum zukünftig sozial integriert ohne lebensbedrohliche gesundheitliche Schädigungen und legal stattfinden kann.

[ JES Positionspapier Legalisierung (PDF) ]